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Segellexikon
Ausgabe 2015
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Selbststeueranlage

(self-steering gear) Me­chanische, elektrische oder andere Einrichtung, mit der die Arbeit des Rudergängers überflüs­sig gemacht wird. Mit einer S. kann ein Boot auch allein seinen einmal eingestellten und gewünsch­ten Kurs halten. Bei einer einfachen S. wird da­bei die (Groß- oder Fock-) Schot direkt zur Pinne geführt, so dass die unterschiedliche Windkraft bei verändertem Anstellwinkel des Segels zum Bordwind das Boot anluven oder abfallen läßt und es immer auf den alten Kurs zurückfällt. Diese S. wird z. B. bei einem Pas­satsegel benutzt. Eine mechanische S. arbeitet mit einer Windfahne, die auf den Bordwind ge­trimmt wird und einen Kurs zum Wind beibehält. Die Kurskorrektur wird direkt über ein Wind­fahnenruder oder indirekt auf eine Trimmklap­pe an der Ablaßkante des Ruderblattes über­tragen, die damit das Ruder legt und die einge­tretene Luvgierigkeit oder Leegierigkeit ausgleicht. Besonders Einhandsegler arbeiten mit einer S., die monatelang funktionstüchtig bleibt. Mit elektrischer Energie wird hauptsäch­lich ein Autopilot betrieben, der jedoch nur für die Einhaltung des gewünschten Kompaßkurses sorgt. Einrichtung, die ein Segelschiff ohne Rudergänger selbsttätig geradeaus segeln läßt, z. B. auf jeder Seite gefahrene Vorsegel mit kurzen mittschiffsgelagerten Bäumen, deren Schoten nach achtern über Leitblöcke zur Pinne geführt sind. Funktioniert nur auf Vor-Wind-Kursen. Weicht das Boot vom Kurs ab, so kommt auf das luvwärtige Vorsegel stärkerer Zug, wodurch die Pinne so bewegt wird, dass das Boot auf seinen alten Kurs zurückkehrt. Andere Möglichkeit: Eine Windfahne bewegt, wenn sie bei einer Richtungsänderung des Schiffes eine Drehung erfährt, über ein Gestänge o. ä. ein Ruderblatt, so dass das Schiff auf seinen alten Kurs zurückkehrt. Die beschriebenen S. halten immer nur eine konstante Richtung relativ zum scheinbaren Wind. Es gibt auch nen eingestellten Kompaßkurs halten.





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