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Segellexikon
Ausgabe 2015
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Segel

(sail [canvas]) Aus mehreren Bahnen Segeltuch vom Segelmacher genähte, meist dreieckige Fläche mit eingearbeiteter Wölbung, die an Masten, Stagen und Spieren gesetzt wird und (auch als halbstarres aerodynamisches Profil) mit Hilfe der Windenergie Vortriebskraft erzeugt, durch die sich ein Segelboot, Segel­schiff, Segelschlitten oder Segelwagen vor­wärts bewegen kann. Prinzipiell unterscheidet man zwischen querschiffs und an waagerechten Rahen gefahrenen Rahsegeln und längs­schiffs gerichteten, senkrecht gesetzten Schrat-segeln. Deren Form gliedert sich in Latein-, Lugger-, Spriet-, Gaffel-, Gunter-, Hochsegel u. a., die nach der Art der Anbrin­gung als Vor-, Stag-, Groß-, Besan- oder Schonersegel bezeichnet werden. Eine weitere Gliederung ist nach dem Gebrauch an Bord mög­lich, z. B. in Arbeitssegel (Großsegel, Fock u. a.) und Beisegel (z. B. Spinnaker, Genua, Tallboy u. a.). Die Ecken eines Hochsegels heißen Hals, Kopf und Schothorn, die Kan­ten Vorliek, Unterliek, Achterliek. Man kann für einen entsprechenden Segelriss einen unterschiedlichen Segelschnitt wählen und lernt, ein S. setzen, bergen, anschlagen, aufheißen, dichtholen, auffieren, reffen, trimmen u. a. Mit dem S. wird der Wind zur Fortbewegung genutzt. Früher bestanden S. hauptsächlich aus Baumwolle, heute sind sie aus Kunstfasern gefertigt, was zu folgenden hauptsächlichen Vorteilen führt: größerer Vortrieb (bis zu 10°%), weniger Wasseraufnahme, bessere Reckfestigkeit, sie können nass verstaut werden, ohne Stockflecken zu bekommen u. a. m. Man unterscheidet zwischen Rahsegeln und den Schratsegeln; bei Schratsegeln zwischen S., die am Mast gefahren werden (Großsegel, Besan) und S., die am Stag gesetzt (Stagsegel, Vorsegel) bzw. frei gefahren werden. Bei am Mast gefahrenen S. unterscheidet man nach der Art des Setzens und dem Schnitt Gaffel-, Lateiner-, Lugger-, Spriet- und        Hochsegel; andere Unterscheidung nach Arbeitssegel, die normalerweise gefahren werden (z. B. Großsegel) und Beisegel für speziellen Gebrauch (z. B.-.Spinnaker). Das heute verbreitetste S. ist das Hochsegel, dessen 3 Ecken heißen: Kopf (oben), Hals (unten, am Mast) und Schothorn. Das S. ist aus einzelnen Bahnen zusammengenäht, die so geschnitten sind, dass es einen Bauch (eine Wölbung) hat, der die Eigenschaften des S. ganz entscheidend beeinflußt. Für die Anordnung der Bahnen sind 3 Arten üblich: Parallelbahnen (bei Großsegeln gebräuchlich), Diagonalschnitt und Radial-schnitt. Ein S. sollte so zusammengelegt werden, dass die Falten parallel zu den Nähten bzw. Bahnen verlaufen. Dazu legt man z. B. ein mit parallelen Bahnen genähtes e•-°- auf sauberem, trockenem uiiu udini Junia gen zwei Mann Bahn für Bahn in Art eines Fächers übereinander und legen das fächerartig gefaltete S. dann durch loses Rollen quer zu den Bahnen zusammen. Segel
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