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Segellexikon
Ausgabe 2015
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Segelsurfbrett

(sailboard) Ein einfa­ches, aber unkonventio nelles Segelboot, das mit der Eintypklasse “Mistral” zu den olympischen Klassen gehört und mit dem Regatten nach den Weeahrtregeln (WR) mit einigen offiziellen Änderungen, die im Anhang B verzeichnet sind, ausgetragen wer­den. Ein S. ist ein Segelfahrzeug in der juristi­schen Bedeutung, d. h. es hat nach den KVR die gleichen Rechte und Pflichten wie jede andere, größere Jolle oder Yacht. Segelsurfbrett
Ein S. wird hauptsächlich von einem einzigen Segler/einer einzigen Seglerin benutzt, doch kann ein (verlän­gertes) S. auch mit mehreren Masten ausgerü­stet und von mehreren Personen gesegelt werden. Ein S. von ca. 3,50 m Länge ist praktisch ein früher nur manuell zum Surfen genutztes, hy­drodynamisch geformtes und durch Ausschäu­men unsinkbar gemachtes Brett, das an einem all­seitig dreh- und schwenkbaren gebogenen Mast ein ca. 3-5 qm großes Segel (mit Fenster und Segellatten) trägt, das mit seinem Vorliek über eine Masttasche mit ihm verbunden ist. Der Mast, der weder Wanten noch Stagen hat, wird vom Segelsurfer an einem Spreizbaum festgehalten, und das Segel wird hieran von Hand für alle Amwind- und raumen Kurse ge­trimmt. Ein schmales, in einen Schwertkasten versenkbares Schwert und eine kleine Flosse (Finne) am Heck sorgen als Lateralplan für den nötigen Seitenwiderstand im Wasser und die erforderliche Richtungsstabilität. Segelsurfbrett
Da ein S. kein Ruder hat, kann es nur seinen Kurs ändern, indem man hierzu die Position des Lateral­druckpunktes zum Segeldruckpunkt verändert: Mehr Mastfall nach vorn bewirkt dabei ein Anluven, mehr Mastneigung nach achtern ein Abfallen. Da ein S. nicht wie eine Jolle krän­gen kann, wenn der Wind auffrischt, wird statt dessen der Mast querschiffs nach Luv ge­trimmt, so dass der Surfer praktisch unter dem Baum hängt. Ein S. wiegt ca. 15 kg, mit Rigg ca. 25 kg, und sollte ein Überschußvolumen von min­destens 100 Litern zum Gewicht des Surfers ha­ben. Das bedeutet für eine 75 kg schwere Person ein S. mit mindestens 200 daN Auftrieb oder 200 Liter Brettvolumen. Segelsurfbrett
Das nur mit dem Schot­horn am Gabelbaum angeschlagene Segel ist ca. 6 m2 groß, doch benutzen Kinder kleinere Segel (max. 3 m2) und Frauen bzw. Jugendliche Segel von nur 3,5-4,5 m2 Fläche. Ein S., das sich vom Wasser abheben kann, wird Funboard genannt.





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Segelsurfbrett mit mehreren Masten
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