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Segellexikon
Ausgabe 2015
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Hauptabmessungen

die (principal dimensions) Die wichtigsten Werte, die für die Größe und Leistung eines Bootes angegeben werden (müssen). Dazu gehören: Lüa: Länge über alles, aber nicht die größte Länge: Wörtlich genommen die Bootslänge einschließlich Klüverbaum, Bugkorb, überstehendes Ruderblatt und mit Selbststeueranlage. Um eine einheitliche “Gesamtlänge” für die Beurteilung und die Vermessung festzulegen, verstehen der Germanische Lloyd und der Deutsche Boots- und Schiffbauer-Verband darunter die “Länge von Hinterkante Spiegel bis Vorderkante Vorsteven in Höhe des Decks. Schanzkleid, Scheuerleisten und Beschläge werden dabei nicht mitgemessen”. Büa: Breite über alles, auch Breite über Außenhaut, d. h. ausschließlich der Scheuerleiste, aber unter Beachtung des Seiteneinfalles. LWL: Länge in der Wasserlinie, genauer gesagt in der Konstruktionswasserlinie, da sich die Schwimmwasserlinie eines Bootes bei unterschiedlichem Trimm und wechselnder Verdrängung ändert. BWL: Breite in der Wasserlinie, sinngemäß zu LWL: Dieser Wert kann (im Vergleich mit der Büa) Hinweise auf ein rankes oder steifes Boot bzw. die Größe der Formstabilität geben. Freibord: Dieses Maß wird als vorderer, mittlerer und achterer F angegeben. Aus der Addition von F. und Tiefgang ergibt sich gegebenenfalls die für Yachten meistens nicht genannte Seitenhöhe von Deck bis Kiel, die auch für den Bahn- oder Straßentransport wichtig sein kann. Tiefgng_ Meistens auch als “größter T.” angegebener Abstand des absolut tiefsten Punktes des Kiels oder Ballastkiels von der Konstruktionswasserlinie. Der T. kann sich mit der Verdrängung ändern. £elft.: Die vermessene Segelfläche, auch die Amwindbesegelung, gegebenenfalls die tatsächliche Fläche des Großsegels und die Fläche des Vorsegeldreiecks. Die entsprechenden Angaben sind nicht einheitlich. In Prospekten wird, um eine möglichst große S. zu erreichen, oft auch die Fläche von Großsegel und Genua addiert. Gewicht: Im allgemeinen das segelklare Eigengewicht des Bootes, auch das Transportgewicht, aber nicht die Verdrängung. Ballast: Im allgemeinen das Gewicht des Ballastkiels, für das jedoch das Material (Blei, Eisen, Eisenbeton o. ä.) mit seiner unterschiedlichen Dichte berücksichtigt werden muß, um die tatsächliche, auch durch den Tiefgang gegebene Stabilität ermessen zu können. Motor: Art und Leistung des Motors, angegeben in Kilowatt und/oder PS. Für die Beurteilung eines Bootes werden Verhältniswerte aus diesen H. benutzt, z. B. die relative Breite, relative Segelfläche und relative Verdrängung. Mit ihrer Hilfe lassen sich Boote annähernd gleicher Größe, aber mit unterschiedlichen Hauptabmessungen hinsichtlich ihrer Fahreigenschaften oder Fahrtleistungen vergleichen. Die Benennung der H. nach der internationalen Yachtbau-Nomenklatur in EDV-Großbuchstaben finden Sie im Anhang. Hauptabmessungen





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