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Segellexikon
Ausgabe 2015
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Segelschwerpunkt

(centre of effort [of sails]) Der geometrische Schwerpunkt der ge­samten Segelfläche oder der Punkt eines Ein­zelsegels, den man sich als Angriffspunkt aller auf den Körper wirkenden äußeren Kräfte vorstellen kann. Man kann den S. wie den Lateralschwer­punkt experimentell an einem Modell oder (an ei­nem Dreiecksegel) durch die Seitenhalbierenden ermitteln: Der S. ist ihr Schnittpunkt (Abb. A). Der Gesamt-S. von Großsegel und Vorsegel Segelschwerpunkt
auf einem Segelriss liegt auf der Verbindungsli­nie der beiden Einzelschwerpunkte mit einem zur Fläche umgekehrt proportionalen Verhältnis der beiden Streckenabschnitte. Bei der Konstrukti­on eines Bootes liegt der S. längsschiffs eine kurze, nach einem Erfahrungswert gewählte Strecke (ca. 5-10 % der LWL) vor dem Lateral­schwerpunkt. In der Praxis ist dann für das Richtungsgleichgewicht unter allen Bedingun­gen gesorgt. Der S. verändert seine Lage auch beim Reffen (Abb. B), nicht nur horizontal, son­dern auch vertikal. Der S. hat jedoch nur theoreti­schen Wert. Beim Segeln selbst muss man beachten, dass jedes Segel entsprechend seiner Segel­wölbung bei unterschiedlichem Anstellwinkel und wechselnden Windgeschwindigkeiten in ih­rer Position nicht festliegende, sondern im Be­reich um den S. herum wandernde Segeldruck-punkte hat, die auf das Richtungsgleichgewicht unterschiedlich einwirken: Sie führen zu Luv­gierigkeit und Leegierigkeit. (Segeldruckpunkt) Diejenige Stelle der Besegelung, in der man sich die Angriffsstellen der Windkräfte vereinigt denken kann. Der S. wird nach den Regeln der Geometrie als Flächenschwerpunkt der Fläche der Besegelung konstruiert. Seine Lage in Bezug zum Lateralschwerpunkt ist für die  Luv- oder Leegierigkeit eines Bootes entscheidend. (S. Abb.). Segelschwerpunkt
gels relativ zum scheinbaren Wind. Grundsatz: Die Segel sollen immer so weit wie möglich aufgefiert sein, d. h. so weit, dass sie noch nicht killen und insbesondere das Vorliek des Vorsegels nicht einfällt bzw. keinen Gegenbauch bildet. Bei Am-WindKursen kann, sofern das Vor-segel richtig gefahren wird und ganz dichtgeholt ist, das Großsegel in seinem vorderen Drittel, bedingt durch die vom Vor-segel luvwärts geleitete Strömung, etwas einfallen. Die optimale S., die auch durch die Lage der            Holepunkte, das Durchsetzen der Falle usw. mit beeinflußt wird, ist entscheidend für die optimale Geschwindigkeit und erfordert ständige Korrekturen und entsprechende Aufmerksamkeit.





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