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Segellexikon
Ausgabe 2015
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Seekarte

(sea] chart, nautical chart, bathy­metric chart) Kartographische Darstellung eines begrenzten See- oder Küstengebietes nach der winkeltreuen und flächenähnlichen Mercator­-Projektion, in der die Loxodrome und damit die Kurslinie als Gerade erscheint und alle Pei­lungen als gerade Linien eingetragen werden kön­nen. Jeder S. liegt eine bestimmte Breite zu­grunde, die in vielen Fällen die Mittelbreite ist. Nördlich und südlich dieser Bezugsbreite weicht das Maßstabsverhältnis geringfügig von dem an­gegebenen ab; Distanzen muss man daher am lin­ken oder rechten Kartenrand etwa auf der gleichen Breite messen. Vor Benutzung einer S. muss man das Kartendatum und das dort verzeich­nete Bezugssystem prüfen, um ggf. die Abwei­chungen festzustellen, die beim Eintragen von Standorten nach GPS in die S. zu beachten sind. Eine S. enthält alle wichtigen Angaben für die Seekarte
Seekarte
Navigation, z. B. über Wassertiefen und Tie­fenlinien, Angaben über Grundbeschaffenheit, Untiefen, Klippen, Riffe, Wracks und Unterwasseranlagen, Strömungen, Sperrgebiete, den Küstenverlauf mit Landmarken, Ansteue­rungslinien, Fahrwassern sowie Seezeichen, Leuchtfeuer, Funkfeuer und Küstenfunk-stellen. In die S. werden Kurse, Peilungen, Lotungen und andere Messungen eingetragen und der gemessene oder gekoppelte Weg ein­gezeichnet. Nach ihrem Zweck und Inhalt und dem dadurch bedingten Maßstab unterscheidet man Ozeankarten, Übersichtskarten, Se­ gelkarten, Küstenkarten, Pläne, Großkreis-karten, Sportschiffahrtskarten, Leerkarten, Übungskarten und andere. Die Monatskarten gehören zu den Seebüchern. Die S. wird vom BSH herausgegeben; sie ist im Verzeichnis der Nautischen Karten und Bücher nach Num­mern und Seegebieten geordnet. Die Abkürzun­gen enthält die Karte 1 (INT 1). Das Datum der letzten Berichtigung ist am unteren Kartenrand links, das Datum der ersten und letzten Ausgabe am unteren Kartenrand rechts eingetragen. Die Berichtigung wird durch deutlichen farbigen Stempelaufdruck vermerkt (Abkürzungen der S. im Anhang). Im Einsatz ist jetzt auch ein elek­tronisches Seekartensystem (ECDIS). Für die Navigation wird eine S. benötigt, die ein Abbild des jeweiligen Erdoberflächenabschnitts in winkeltreuer, flächenähnlicher Merkatorprojektion ist. Die S. enthält alle für die Navigation wichtigen Angaben, wie Wassertiefen (—. Kartennull), Seezeichen, Wracks, Grundbeschaffenheit, Küstenverlauf, von See aus zu sehende markante Punkte, —p Mißweisung mit jährlicher Änderung. Nach Maßstab unterscheidet man: Ozeankarten (1:5 000 000), Übersegler (1:1 200 000 oder 1:500 000), Segelkarten (1:300 000), Küstenkarten (1:100 000), Sonderkarten           (1:50 000), Hafenpläne (1:10 000).       _ Eine Zusammenstellung der in deutschen S. gebrauchten Zeichnungen und Abkürzungen findet sich in der S. Nr. 1, wie alle anderen deutschen Seekarten, herausgegeben vom  Deutschen Hydrographischen Institut; der deutschen S. Nr. 1 entspricht bei britischen S. die »Admirality Chart No. 5011. Wichtig: Vor dem Gebrauch der S. achte man auf das Herausgabedatum und die letzte  Seekartenberichtigung.





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