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Segellexikon
Ausgabe 2015
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Merkatorprojektion

Beim Darstellen der kugelförmigen Erdoberfläche auf einer ebenen Karte ergeben sich zwangsläufig Verzerrungen, die von der jeweils gewählten Projektion abhängen. Bei der für Seekarten üblichen M. werden die Punkte der Erdoberfläche auf einen die Erde am Äquator umschließenden Zylinder abgebildet, wobei die Meridiane senkrechte Linien bilden, deren Abstand überall gleich ist, und die Breitenkreise bzw. Breitenparallele parallele Linien bilden, deren Abstand mit zunehmender Entfernung vom Äquator zunimmt. Dadurch erfüllt die M. eine für eine Seekarte entscheidende Forderung: sie ist winkeltreu, d. h. die Richtung auf der Karte ist auch die Richtung auf der Erdoberfläche. Eine in M. hergestellte Karte ist flächenähnlich, d. h. ein Flächenstück der Erdoberfläche behält i. allg. zwar nicht seine Größe, jedoch immer seine Form. Der Maßstab der Karte ändert sich in Abhängigkeit von der Breite, d. h. er stimmt nur für eine »Bezugsbreite«. Distanzen werden daher immer in sm dem senkrechten Rand der Karte auf der Breite des jeweils interessierenden Schiffsortes entnommen. Wegen der sich theoretisch ergebenden unendlich starken Vergrößerung der M. an den Polen der Erde ist die M. dort nicht brauchbar  gnomonische Projektion). (S. Abb. 88). Merkatorprojektion
Merkatorprojektion





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