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Segellexikon
Ausgabe 2015
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Schotwinde

(sheet winch) Aus Manganbron­ze, rostfreiem Stahl, Titan und anderen leichten Metallen mit großer Korrosionsbeständigkeit und sehr hoher Festigkeit gefertigtes Ausrüstungsteil zum Durchsetzen einer Schot, von Aufholer, Niederholer und anderen Teilen des laufen­den Gutes, aber auch als Streckerwinde benutzt. Der Antrieb erfolgt durch Windenhebel, die (hauptsächlich oben eingesetzt) eine Drehung um 360° erlauben, während eine S. mit “Hebel unten” nur in einem begrenzten Sektor (von ca. 90°) bewegt werden kann und man sie (wie bei einer Pumpe) immer im Leerlauf zurückdrehen muß. Die Kraftübertragung erfolgt gemäss den Hebel­gesetzen, d. h. in einem Kraftverhältnis von 7 : 1, wenn die Hebellänge 7mal dem Trommelradius entspricht. Auch eine Untersetzung ist üblich, und da die Kraftersparnis auf Kosten des Weges bzw. der Zeit geht, ist eine S. meistens in beiden Rich­tungen drehbar, ohne Untersetzung (1 : 1) im Uhrzeigersinn, untersetzt (2 : 1) gegen den Uhr­zeigersinn, um größere Zugkraft und größere Schnelligkeit in einer einzigen S. zu vereinigen. Eine kleinere S. ohne Hebel ist ein Knarrpoller. Mit Hebel wird sie “Pfeffermühle”, eine größere, bei der der Windenkopf wie ein Spillkopf ge­trennt neben einer Kurbelsäule steht, auch “Kaffeemühle” genannt. Auf großen Hoch­seeyachten werden die Spillköpfe jeder Seite auch mit einer einzigen Kurbelsäule mittschiffs durch ein Getriebe verbunden, das wahlweise geschaltet werden kann und den optimalen Einsatz von Muskelkraft und Mechanik erlaubt. Eine verbesserte S. ist die selbstfassende (selbst­holende) Winsch. Schotwinde





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